040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Reaktionen bei Unverträglichkeiten

Da häufig Arzneimittel, die Auslöser unerwünschter Unverträglichkeiten sind, wird auch oft von Arzneimittel-Unverträglichkeitsreaktion gesprochen. Der Körper kann jedoch Reaktionen auf unterschiedlichste Substanzen zeigen, auch auf viele Nahrungsmittel, Zusatz- oder Konservierungsstoffe. Die Reaktionen manifestieren sich fast an allen Organen, am häufigsten an der Haut und im Magen-Darm-Trakt. Unverträglichkeitsreaktionen treten häufig auf, allerdings sind genaue Zahlen nicht bekannt. Ca. 10 – 25 % der krankenhausbehandelten Patienten erleiden eine unerwünschte Arzneimittelwirkung, wobei sich ca. 10 % an der Haut zeigen. Unverträglichkeitsreaktionen treten besonders häufig bei Älteren, bei Frauen, bei Vorerkrankungen der Nieren und der Leber oder bei autoimmunologischen Erkrankungen auf. Ein Teil ist allergisch ausgelöst, ein anderer Teil durch direkte Freisetzung von Entzündungsstoffen (Mediatoren). Auch wird häufig eine vorbestehende Hauterkrankung verschlechtert.

Diagnose

Wichtig ist die Anamnese, das aktuelle klinische Bild und die spätere Hauttestung.
Das spezielle Aussehen des Hautausschlages weist noch nicht auf die auslösende Substanz hin. Sehr typisch ist der Juckreiz zu Beginn, häufig am Stamm, dann die Ausdehnung über die Arme und Beine, wobei das Gesicht häufig verschont bleibt. Die Mundschleimhaut (Enanthem) kann  betroffen sein. Daher ist eine sehr ausführliche Anamnese notwendig, um Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente und andere Besonderheiten genau zu erfassen. In Frage kommende Medikamente sollen nach Möglichkeit abgesetzt werden, Zusatz- und Konservierungsstoffe (z. B. in Nahrungsmitteln) ebenso.
Hauttestungen können erst ca. 4 Wochen nach Abklingen des Hautausschlages durchgeführt werden. Für manche Medikamente sind zusätzlich Blutteste notwendig. Falls auf das Medikament nicht längerfristig verzichtet werden kann, sind orale Provokationstestungen sinnvoll. Das wichtigste ist das Absetzen des auslösenden Medikaments oder des Schadstoffes. Antihistaminika dienen zur Juckreizstillung. In ausgeprägten Fällen sollte Kortison systemisch kurzfristig für einige Tage verabreicht werden. Ca. 4 Wochen nach Abheilung ist die allergologische Testung möglich.

Leiden Sie immer wieder an einem ähnlichen Hautausschlag oder anderen Unverträglichkeiten?
Dann melden Sie sich gern telefonisch zu einem Termin in unserer privatärztlichen Praxis unter: (040) 181215  140 oder online: dermatomed@arztzentrum.de