040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris)

Die Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist eine chronisch in Schüben verlaufende entzündliche Erkrankung der Haut, Nägel und Gelenke, die verdickte, gerötete und schuppende Herde (Plaques) an den Ellenbogen, Knien und behaartem Kopf zeigt. Dort sind sie besonders typisch und äußerst hartnäckig. Gelegentlich kann die Schuppenflechte auch mehr oder weniger jucken. Besondere Fälle sind die Psoriasis inversa, die die großen Beugen, die Genitalregion und die Gesäßfalte betrifft und oft die Nägel. Es handelt sich im Wesentlichen um Fehlwachstum und Brüchigkeit der Nägel. Die Schuppenflechte betrifft etwa 3 % der Europäer und beginnt meist nach dem 15. Lebensjahr.

Die Lokalisationen der Hautherde und der Verlauf werden durch verschiedene Einflüsse ausgelöst oder verschlechtert. Solche Triggerfaktoren sind Infektionen – häufig der oberen Luftwege mit Streptokokken. Aber auch Medikamente (Lithium, Interferon, Chloroquin) und mechanische Reizungen (Hautverletzungen) lassen einen Psoriasis-Herd entstehen. Es besteht eine erbliche Neigung, wobei viele Gene eine Rolle spielen. Vererbt wird eine Neigung zu ungewöhnlichen immunologischen Reaktionen, welche eine Schuppenflechte auslösen kann. Wenn beide Elternteile erkrankt sind, hat das Kind eine Chance von 41 % ebenfalls zu erkranken. Es ist ein Typ I der Schuppenflechte (Psoriasis) bekannt, der ca. 2/3 der Fälle umfasst. Dies ist die Form mit frühem Auftreten (ca.15. Lebensjahr) und schwerem Verlauf. Familienmitglieder sind ebenfalls betroffen. Der Typ II, tritt erst nach dem 35. Lebensjahr auf, umfasst leichtere Fälle, keine Häufung in der Familie. Während der Sommermonate oder beim Badeurlaub bessert sich die Schuppenflechte.

Formen

Psoriasis-Arthritis

Eine Arthritis an Gelenken der Hände und Füße ist bei ca. 20 % erkennbar, seltener sind Wirbelsäule und Becken betroffen.

Psoriasis pustulosa

Aufgrund besonders stark ausgeprägter Entzündungen kommt es meist zu Pusteln (kleinen Eiterherden) an den Fingern, Händen und Füssen.

Diagnose

Das typische klinische Bild erkennt der Hautarzt. Schwierigere und komplexere Fälle sollten eine Gewebeprobe zur Diagnostik erhalten.

Therapie

Die Therapie besteht aus drei Bestandteilen:

  • Lokaltherapie (Cremes)
  • Lichttherapie
  • Systemische Therapie

Lokaltherapie und Lichttherapie

Zu Beginn der Behandlung werden die Schuppen abgelöst durch Salicylsäure- oder Harnstoffsalben, eventuell in Kombination mit Salz- oder Ölbädern. Darauf folgt die eigentliche Behandlung der Schuppenflechte, z. B. mit Salben, die Vitamin D3-Verwandte oder Kortison enthalten, wobei Kortison nur für die stark entzündlichen Herde kurzfristig in Betracht kommt.

Die Lichttherapie kommt bei großflächigem Befall und/oder nicht erfolgreicher Behandlung mit den Salben in Betracht. Meist wird die PUVA-Therapie, eine Kombination von Psoralenen und nachfolgender UVA-Bestrahlung, durchgeführt. Diese Therapie ist in vielen Fällen erfolgreich. Ihr Risiko bei Langzeitanwendung sind vor allem die Hautalterung und die vermehrte Entstehung von hellem Hautkrebs.

Systemische Therapie

Diese Behandlungen sind bei einer geringeren Zahl von Patienten mit Schuppenflechte sinnvoll. Es können Immunsuppressiva, d. h. Medikamente, die das Immunsystem schwächen, eingesetzt werden (z. B. Ciclosporin A, Methotrexat). Es kommen auch Vitamin A-Analoga (Retinoide) in Betracht, deren Wirkung in Kombination mit UV-Bestrahlung besonders intensiv ist. Eine andere Therapie ist Fumarsäure. Die Fumarsäure kann sehr individuell dosiert werden, da häufig sehr niedrige Dosen kaum Beschwerden machen, aber dennoch sehr wirksam sind. Wesentliche Beschwerden der Fumarsäure sind abdominelle Schmerzen. Als weitere Substanzklasse stehen die sogenannten Biologika, die stark immunmodulierend wirken, zur Verfügung. Diese Substanzen wirken durch Hemmung der Botenstoffe der Entzündung (u. a. TNF-alpha, IL17, IL23). Diese Botenstoffe (TNFl, IL 17, IL 23) erzeugen die Entzündung bei der Schuppenflechte. Diese Medikamente (Biologika) werden meist jede 2. Woche gespritzt, es gibt auch ein Präparat als Tablette.

Die Psoriasis-Arthritis wird immer mit Immunsuppressiva behandelt.

In den letzten Jahren wurde bekannt, dass oft eine Assoziation zwischen der Schuppenflechte und dem „metabolischen Syndrom“ d.h. Adipositas (erhöhtes Körpergewicht), Hyperlipidämie (erhöhte Blutfette), arterieller Hypertonus (Hochdruck), insulinresistenten Diabetes mellitus besteht, was zu kardiovaskulären Folgen, vor allem Herkrankheiten disponiert.

In unserer Praxis haben wir Lichttherapien (incl. PUVA) zur Verfügung und ich verfüge über vielfältige Erfahrung mit den neuen Biologika.

Leiden Sie an Schuppenflechte?
Dann melden Sie sich gern telefonisch zu einem Termin in unserer Praxis für Privatpatienten und Selbstzahler unter: (040) 181215  140 oder online: dermatomed@arztzentrum.de