040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Rosacea

Symptome

Oft beginnt eine Rosacea mit anfallsweisen Rötungen an den Wangen – meistens nach Alkohol, nach Wechsel von warm auf kalt oder in Zusammenhang mit Parfums. Im Laufe der Zeit nehmen diese Rötungen zu und bleiben dann dauernd bestehen. Es kommt zu ausgeprägten Gesichtsrötungen mit Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien), später Knötchen (Papeln) und Pusteln (Eiterpickelchen) und eine rötliche Gesichtsschwellung. Diese Herde stören sehr. Bei Männern kann es zusätzlich zu einer Knollennase (Rhinophym) kommen. Manchmal sind die Augen ebenfalls befallen, vor allem Reizungen der Lidränder und Brennen treten auf.

Diagnose

Aufgrund der Hautveränderungen erkennt der Hautarzt die Erkrankung. Magen-Darm-Erkrankungen (durch Bakterien) und Hautmilben können assoziiert sein. Beides sollte untersucht und ausreichend behandelt werden. Alle Provokationsfaktoren sind zu meiden, das bedeutet vor allem auch einen konsequenten Lichtschutz (Lichtschutzfaktor 50), optimale Reinigung und Pflege des Gesichts.

Therapie

Entsprechend den Ursachen erfolgt die Therapie erfolgt zunächst mit Cremes, welche Antibiotika enthalten, die Milben auf der Haut abtöten und antientzündlich wirken. Falls diese Medikamente nicht ausreichen oder eine schwere Form vorliegt, können Tabletten mit Antibiotika in sehr niedriger Dosierung oder Vitamin A-Säure-verwandte Tabletten verwendet werden. Beides muss meist für Monate erfolgen. Akute Rötungen lassen sich durch neuere gefäßverengende Cremes reduzieren, was täglich anzuwenden ist und gute Erfolge zeigt. Gefäßerweiterungen lassen sich auch durch Lasertherapien gut behandeln. Die Knollennase wird durch Shaving abgetragen, was zu guten Ergebnissen führt. Die Therapien erlauben insgesamt eine gute Besserung der Rosacea.

Periorale Dermatose – eine Rosacea-verwandte Erkrankung

Eine wichtige Rosacea-verwandte Erkrankung ist die periorale Dermatose. Es handelt sich dabei um Rötungen und kleinste Knötchen in der Mundumgebung, manchmal auch an den Nasenflügeln und den Unterlidern. Betroffen sind meist erwachsene Frauen. Als wesentliche Ursache gelten eine zu häufige und zu intensive Anwendung von Hautpflege, vor allem von Feuchtigkeitscremes. Die Krankheit entwickelt sich langsam über mehrere Monate, zunächst tritt ein Spannungsgefühl mit Rötung auf, dann kleine Knötchen und Bläschen um den Mund herum, an der Nase oder an den seitlichen Unterlidern. Die unmittelbare Lippenumgebung ist selten betroffen. Besonders ausgeprägt und rasch entwickelt sich die periorale Dermatose nach der Anwendung von Kortison-haltigen Cremes im Gesicht.

Therapie

Die wichtigste Maßnahme ist Reduktion der Hautpflege, vor allem kortisonhaltige Cremes und Feuchtigkeitscremes sind abzusetzen. Die Besserung tritt dann langsam ein und führt erst innerhalb von mehreren Wochen zu einer merklichen Besserung. Antibiotikahaltige haltige Cremes oder Gels (je nach Hautzustand) können versucht werden, zusätzlich Umschläge mit Schwarztee. In ausgedehnten Fällen sind antibiotische Tabletten über mehrere Wochen notwendig. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass die Krankheit nur langsam abheilt, da die Hautkonsistenz sich nur langsam erholen kann.

Leiden Sie unter Hautrötungen im Gesicht?
Dann melden Sie sich gern telefonisch zu einem Termin in unserer privatärztlichen Praxis unter: (040) 181215  140 oder per E-Mail unter dermatomed@arztzentrum.de