040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Starkes Schwitzen (Hyperhidrose)

Starkes Schwitzen (Hyperhidrose), stellt ein häufiges und störendes Problem in allen Lebensaltern, oft betont bei jugendlichen Erwachsen, dar. Schätzungen gehen von ca.  20% Betroffenen im Erwachsenenalter aus.
Die Hyperhidrose kann unterschiedlich auftreten, besonders häufig an den Achseln, Händen und Füßen, aber auch im Gesicht, am Hals oder am gesamten Körper.

Eine vermehrte Schweißbildung kann die Folge unterschiedlicher Erkrankungen sein. Dazu zählen hormonelle Störungen, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Klimakterium u.ä. Störungen der Sexualhormone, neurologische Erkrankungen der unterschiedlichsten Art, aber auch Systemerkrankungen wie bösartige Tumoren, Infektionen (u.a. Tuberkulose, Borreliose), immunologische Erkrankungen oder Blutdruckschwankungen. Als Auslöser werden auch verschiedene Medikamente, Alkohol, pflanzliche Substanzen (Lindenblüten), Koffein oder Nikotin oft genannt. Diese Ursachen bzw. Auslöser sind durch gezielte Untersuchungen zu erkennen, insbesondere wenn generalisierte Hyperhidrose (starkes Schwitzen auf großflächigen Körperbereichen) angegeben wird.  Sehr häufig bleibt jedoch die Ursache sowohl bei der umschriebenen Form als auch der generalisierten unklar. Oft spielen psychosomatische Stressfaktoren eine wesentliche Rolle, insbesondere wird bei Jugendlichen häufig eine normale Schweißproduktion als übermäßig empfunden.

Wann spricht man vom starken Schwitzen?

Richtwerte sind mehr als 20 mg/min. an den Händen und mehr als 50 mg/min. in der Achselregion. Diese Tests sollten regelmäßig im Laufe der Therapien durchgeführt werden, um Effekte zu objektivieren, da diese oft von den Betroffenen verschieden eingeschätzt werden.

Therapie

Die Therapien gegen starkes Schwitzen (Hyperhidrose) sind vielfältig, abhängig vom Alter des Patienten und der Art des Auftretens.

Aluminiumchlorid Gele

An der Handflächen kommen allgemeine Hygienemaßnahmen und Aluminiumchlorid Gele in individuellen, dem Patienten angepassten Konzentrationen und Präparationen infrage. Diese reduzieren die Schweißbildung bei regelmäßiger Anwendung in vielen Fällen befriedigend. Sie sollen dann langfristig angewendet werden.
Eine Reihe von speziellen Deos sind untertags noch zusätzlich gut geeignet, die Schweißproduktion zu reduzieren, die teils  auch Aluminiumchlorid enthalten.

Iontophorese

Eine probate Methode ist auch die Iontophorese, eine Elektrostimulation. Bei regelmäßiger Anwendung (mind. 4x/Woche), erreicht man in vielen Fällen eine Reduktion der Schweißbildung an Händen und Füßen sowie in der Achselregion. Die Methode hat kaum Nebenwirkungen. Meist wird die Iontophorese zu Hause vom Patienten selbst durchgeführt.

Botox-Unterspritzung

Die Unterspritzung mit Botox hemmt die Schweißbildung sehr gut für ca. 3 Monate, danach kommt es zum Nachlassen der Wirkung. Erst nach mehreren Injektionen tritt eine längerfristige Verminderung ein. Die Methode ist sehr empfehlenswert für Patienten, die während der Sommermonate Probleme haben.

Saugkürettage

In der Achselregion hat sich weiterhin die Saugkürettage der Schweißdrüsen als sehr gute Methode erwiesen. Dabei wird ein kleiner Schnitt in die Mitte des Schweißdrüsenfeldes gesetzt und die Schweißdrüsen werden herausgesaugt. Dieser Eingriff wird meist in Vollnarkose durchgeführt und benötigt eine Nachbehandlung.

Sympatektomie

Für die vermehrte Schweißbildung der Hände kommt auch die Sympatektomie in Betracht, dabei wird der Sympatikusnerv, der die Schweißdrüsen stimuliert, am Hals durchtrennt. Dies ist ein irreversibler Eingriff, der nicht selten kompensatorisch die Schweißbildung an anderen Lokalisationen erhöht.
 
Für die generalisierte Hyperhidrosis (starkes Schwitzen großflächig an verschiedenen Körperbereichen) kommen nur Tabletten in Betracht. In manchen Fällen konnten Pflanzenpräparate (u.a. Salbei) zu einer befriedigenden Besserung führen. Sehr gute Erfolge lassen sich mit Methantheliniumbromid erlangen, das allerdings gewisse Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Schwindel) nach sich zieht. Falls diese Präparate nicht wirken, lohnt sich oft ein Versuch mit Bornaprin, der dann oft erfolgreich ist.

Bei uns können Sie individuell mit Gelen behandelt werden, die Iontophorese erproben und mit Botox unterspritzt werden. Falls die Iontophorese bei Ihnen wirkt, beantragen wir ein Heimgerät für Sie.

Leiden Sie unter starker Schweißbildung?
Dann vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin in unserer Praxis für Privatpatienten und Selbstzahler unter: 040 – 181215 140 oder online: dermatomed@arztpraxis.de