040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Akne vulgaris

Die Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel im Gesicht und am oberen Rumpf bei Jugendlichen, und seltener auch bei Erwachsenen. Die typischen Veränderungen sind Mitesser (Komedonen) und daraus entstehende Knötchen (Papeln) oder eitrige Pusteln. Die Akne ist die häufigste Hauterkrankung, sie beginnt meist nach dem 10. Lebensjahr und bildet sich nach dem 25. Lebensjahr wieder zurück. Jedoch bleiben bei ca. 20 % der Patienten die Hautveränderungen bestehen, meist als milde verlaufende Form (Acne tarda), Frauen sind häufiger betroffen. Es besteht eine familiäre Häufung. Sind beide Eltern in der Jugend betroffen gewesen, haben die Kinder eine hohe Wahrscheinlichkeit auch an Akne zu erkranken. Rauchen, kohlenhydratreiche Ernährung, Milchprodukte, gesättigte Fettsäuren und Umweltfaktoren können möglicherweise das Hautproblem verschlechtern.

Ursachen der Akne
Die Entstehung der Akne ist bedingt durch 3 wesentliche Faktoren:
  1. Gesteigerte Talgproduktion in den Talgdrüsen (Seborrhoe)
  2. Follikuläre übermäßige Verhornung der Haare (Hyperkeratose)
  3. Entzündungsprozesse (Propionibacterium acnes)

Seborrhoe bedeutet die Fettproduktion in den Talgdrüsen der Haut, die von männlichen Hormonen (Androgenen), verstärkt wird. Dies erklärt die schwer verlaufende Akne bei junden Männern. Follikuläre Hyperkeratose ist die Verhornung der Haarfollikelöffnungen, die dadurch verstopft werden und infolge sammelt sich der Talg im Haarfollikel als auch in der Talgdrüse an. Dadurch wird der gesamte Haarfollikel zu einer Kugel erweitert. Propionibakterien finden sich in allen Haarfollikeln, jedoch können sie sich in den verstopften und talgreichen bei Akne besonders gut vermehren.

Die typischen Hautherde sind:

Wesentlich in der Entstehung der Akne sind Mitesser (Komedonen), die mit weißen (geschlossene) und schwarzen (offene) Köpfchen vorkommen. Entzündungen bestehen bei dieser Form (Acne comedonica) nicht. Kommen die Entzündungen hinzu, entsteht die entzündliche Akne (Acne papulopustolosa), das sind kleine Eiterpusteln und kleine gerötete Knötchen, oft an den Wangen. Wenn die Entzündungen der Komedonen zunehmen und Abszesse und Knoten entstehen, die teils verschmelzen, spricht man von Acne conglobata. Es bilden in aller Regel nach der Abheilung Narben, Zysten oder Gangstrukturen.

Therapie

Die Behandlung der Akne richtet sich nach den klinischen Erscheinungen der Hautveränderungen, ist entsprechend vielfältig und muss sehr individuell gestaltet werden. Die Mitesser sollten mit keratinauflösenden und entfettenden Pharmaka behandelt werden. Zur Verfügung stehen in Cremeform Retinoide (Vitamin A-Säure Verwandte), Benzoylperoxid und Azelainsäure. Sie öffnen die Haarfollikel wieder und der Talg entleert sich. Die Haut sollte regelmäßig damit behandelt werden. Die Propionibakterien werden mit antibiotischen Gelen vorübergehend behandelt. In ausgeprägten Fällen stehen systemische Therapien zur Verfügung, vor allem Antibiotika, aber auch Retinoide als Tabletten. Diese reduzieren die Talgproduktion der Talgdrüsen, die Hyperkeratosen der Follikel und infolge auch die Bakterien. Schwer entzündliche Akneformen (wie Acne papulopustulosa) werden mit Antibiotika über einige Wochen behandelt. Zusätzlich kommen zur Aknetherapie Peeling mit Fruchtsäure, manuell-physikalische Therapie und im späteren Leben Narbenkorrekturen, wofür es spezielle Maßnahmen gibt, in Betracht.

Unter konsequenter Lokaltherapie mit Benzoylperoxid- und Retinoid-haltigen Produkten heilen bei uns viele mittelschwere Aknefälle ab. Für schwere Verläufe – vor allem, um Narben zu verhindern – setzen wir Retinoide als Tabletten für einige Monate ein.

Eine kosmetische Begleitungstherapie empfehlen wir in manchen Fällen, die bei uns sehr individuell durchgeführt wird.

Leiden Sie an einer Akne?
Dann melden Sie sich gern telefonisch zu einem Termin in unserer privatärztlichen Praxis unter: (040) 181215 140 oder online: dermatomed@arztzentrum.de