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Häufig auftretende Allergie

Allergie ist ein weitreichender Begriff und heutzutage in aller Munde. Die häufigsten Formen allergischer Reaktionen sind Urtikaria (Nesselsucht) mit Hautschwellungen (Angioödemen), Arzneimittelreaktionen und allergische Kontaktekzeme.

Was genau ist die Urtikaria (Nesselsucht)?

Urtikaria (Nesselsucht) ist eine Erkrankung, bei der zahlreiche Quaddeln – ähnlich Brennesselstichen – entstehen. Sie kann von ausgedehnten Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, sogenannte Angioödeme begleitet sein, welche sich optisch als Schwellungen bemerkbar machen. Die Haut kann an diesen Stellen weißlich oder gerötet aussehen. Der gesamte Körper ist, mehr oder weniger, von Quaddeln übersät. Quaddeln sind allerdings flüchtig, sie dauern weniger als 6 Stunden und klingen dann spontan wieder ab. Typisch ist ihr starker Juckreiz und ihr Auftreten während der Nachtstunden. Das Angioödem ist eine Schwellung der tieferen Hautschichten, die besonders häufig im Gesicht, an Händen und Füßen oder im Genitalbereich vorkommt. Problematisch ist ein Angioödem der Zunge oder des Halses, weil es durch Schwellungen an diesen Stellen zur Atemnot kommen kann. Ca. 25% der Bevölkerung erleiden mindestens einmal im Leben eine akute spontane Urtikaria (Nesselsucht) , davon die Hälfte begleitet von Angioödemen.

Ursachen einer Urtikaria

Die Ursachen sind eine große Vielzahl von immunologischen und nicht-immunologischen Reaktionen. Die immunologischen Reaktionen werden häufig ausgelöst durch chronisch verlaufende Infekte (Foci), wie beispielsweise chronische Magen-Darmentzündungen, chronische gynäkologische Entzündungen oder Infekte im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Oft werden diese durch Streptokokken oder Magenkeime (Helicobacter pylori) verursacht. Aber auch eine Reihe von Medikamenten, Nahrungsmittelzusatzstoffen, beispielsweise Konservierungs- und Farbstoffe oder Geschmacksintensivierer, können der Grund sein. Seltener sind autoimmune Ursachen, gekennzeichnet durch Autoantikörper gegen körpereigene Strukturen (z.B. ANA-positiv). Beachten Sie, dass einige Medikamente solche Reaktionen verschlechtern können, wie z.B. Acetylsalicylsäure, Analgetika (Schmerzmittel) oder Antibiotika.

Die Urtikaria wird eingeteilt in spontane Formen und induzierbare Formen.

Spontane Urtikaria

Die akut spontane Urtikaria ist die häufigste Form. Nahezu täglich kommt es zur Bildung zahlreicher Quaddeln auf der gesamten Haut, die weniger als 6 Stunden anhalten. Insgesamt dauert der Schub üblicherweise weniger als 6 Wochen. Auslöser sind meistens Medikamente oder Infekte. Häufig wird allerdings keine Ursache gefunden. Bleibt sie länger als 6 Wochen, spricht man von chronisch spontaner Urtikaria. Hier sind die Hauptauslöser chronisch anhaltende Infektionen, pseudoallergische Reaktionen, d.h. nicht immunologisch ausgelöste Reaktionen (z.B. durch Zusatzstoffe), die oft schwer zu erkennen sind.

Induzierbare Urtikaria

Die induzierbare Nesselsucht wird in erster Linie physikalisch ausgelöst. Am häufigsten ist dabei die Urticaria factitia. Hier entstehen entlang von Kratzspuren, dicht beieinander stehende kleine Quaddeln, die nach wenigen Stunden spontan abklingen. Kontakt mit Eis oder kaltem Wind kann zu einer umschriebenen Quaddel- und Ödembildung führen, sogenannte Kälteurtikaria. Eine andere Form, die Schwitzurtikaria (choinergische Urtikaria) wird durch Erwärmung (Sport, heißes Bad u.a.) ausgelöst und zeigt typische kleine Quaddeln.

In unserer Praxis veranlassen wir vielfältige Untersuchungen zur Klärung der Auslöser. Wir untersuchen Infektionen, veranlassen allergologische Testungen und arbeiten individuelle Diäten für Sie aus. Zusätzlich behandeln wir Sie mit antiallergischen Medikamenten.

Allergisches Kontaktekzem (s. auch Berufsdermatosen)

Das allergische Kontaktekzem ist eine immunologisch – durch verschiedene Substanzen – ausgelöste Reaktion der Haut, nachdem vorher eine „Allergisierung“ erfolgte. Als auslösenden Stoffe, die Kontaktallergene genannt werden, kommt eine große Vielzahl in Betracht, besonders häufig Nickel, Düfte, Cremes, Kleb- und Konservierungsstoffe, sowie Berufsstoffe (s. Berufsdermatosen). Das allergische Ekzem entsteht mehrere Stunden an der Körperstelle, die mit dem Kontaktallergen in Berührung kam. Es zeigen sich Rötungen, Bläschen und  Krusten und es heilt mit Schuppenbildung ab. Dabei besteht immer Juckreiz.

Diagnose

Kontakt mit Allergenen, Juckreiz, Hauterscheinungen, Hauttestung (Läppchentest)

Therapie

Kortison-Cremes für wenige Tage

Leiden Sie unter einem der hier beschriebenen Symptome? Dann melden Sie sich gern telefonisch zu einem Termin in unserer privatärztlichen Praxis unter: 040 – 18 12 15  140 oder online: dermatomed@arztzentrum.de