040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Aktinische Keratosen – Vorstufe des hellen Hautkrebses

Symptome

An der Haut stellen die aktinischen (solaren) Keratosen die mehr oder weniger fortgeschrittenen Vorstufen des hellen Hautkrebses (Spinaliom) dar. Es handelt sich um gerötete Herde mit rauher Oberfläche und Schuppung, die zunehmend härter werden. Manchmal kommt es zu Entzündungen in den Keratoseherden.
Aktinische Keratosen entstehen durch das Sonnenlicht, daher sind Personen, die beruflich oder in der Freizeit oft sonnenexponiert waren, z.B. Segler, Wanderer, Bau- und Landarbeiter besonders gefährdet (s. Berufsdermatosen). Entsprechend finden sich die aktinischen Keratosen an den stark besonnten Arealen Glatze, Stirn, Nase, Wangen, Unterlippe, Ohren, daneben an den Unterarmen und Handrücken, bei Frauen auch an den Unterschenkeln. Die chronische Sonnenexposition führt zu Schäden der Zellen, die nach unbekannten Zeiträumen in manchen Fällen bösartig werden. Aktinische Keratosen treten heutzutage nahezu bei allen Menschen im mittleren und höheren Lebensalter auf, sie gehören zur Altershaut.

Diagnose

Die Diagnose wird aufgrund des klinischen Bildes und der Auflichtmikroskopie gestellt. Da aktinische Keratosen maligne entarten können, sollten sie behandelt werden, obwohl der Zeitverlauf noch immer diskutiert wird.

Therapie

Die Therapie besteht in einer Flachabtragung, da sie sich noch in den oberen Hautschichten befinden. z.B. durch eine tangentiale Excision, Laserabtragung oder Abfrieren (Kryotherapie). In letzter Zeit kamen neue Methoden hinzu, vor allem die sogenannte Photodynamische Therapie (PDT). Dabei wird umschrieben durch eine Vorbehandlung mit lichtsensibilisierender Creme und nachfolgender UV-Bestrahlung auf den Keratosen und in ihrer unmittelbaren Umgebung ein schwerster Sonnenbrand erzeugt. Im Abheilungsprozess dieser Entzündung erfolgt die Abschälung der Keratosen mitsamt der bösartigen Zellen. Neuerdings erfolgt die Bestrahlung bei der PDT meist durch natürliches Licht für ca. 2 Stunden (sog. Daylight PDT). Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass viel weniger Schmerzen auftreten, aber die gleiche Wirkung erzielt wird wie durch Lampenbestrahlung.
Andere Methoden sind Immuntherapie mit Imiquimod oder Ingenolmebutat-haltige Cremes oder eine chemisch induzierte Reizung durch Diclofenac Gel. Gemeinsam ist allen diesen Methoden die Erzeugung einer starken Entzündung in den Keratosen, bei deren Abheilung die Keratosen abgeschält werden. Auch das Zytostatikum Fluorouracil steht in verschiedenen Präparationen als Creme zur Verfügung, was ebenfalls zu guten Ergebnissen führt. Nach diesen Therapien ist immer ein konsequenter Lichtschutz notwendig, um unregelmäßige Pigmentbildung zu verhindern.

Keratosen auf der Unterlippe

Häufig entstehen solche Vorstufen auch an der Unterlippe, dort werden sie Cheilitis actinica genannt, da es häufig zu Entzündungen in den Keratosen kommt. Die Unterlippe wird besonders stark vom Sonnenlicht getroffen, daher entstehen sie dort. An der Unterlippe sollte deshalb ein  besonders intensiver Lichtschutz anwendet werden. Therapeutisch kommt hier meist eine Lasertherapie oder eine operative Abtragung in Betracht.

Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen auch mit der Daylight PDT!

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