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Spinaliom – Heller Hautkrebs

Heller Hautkrebs umfasst zwei unterschiedliche Krebsformen, die Spinaliome und Basaliome. Zunächst zum Spinaliom, das meist auf einer typischen Vorstufe, einer rötlich, hellen, rauhen Hautstelle, der aktinischen Keratose (siehe oben), entsteht seltener in gesunder Haut. Es ist sehr häufig, ca. 30 Spinaliome/100.000 Menschen/Jahr. Die aktinischen Keratosen und das Spinaliom betreffen bei weitem am häufigsten der Kopf und Hals. Die Schäden, die zu einem Spinaliom führen, sind das UV-Licht, entzündliche Hautkrankheiten wie z.B. Narben, Hautatrophien, chronische Entzündungen oder chemische Stoffe wie z.B. Teere, Tabak, Ruß, Öl, aber auch Viren aus der Humanen Papilloma Virusfamilie (HPV) kommen in Betracht. Sehr wichtig ist dies z.B. bei Transplantationspatienten und bei Patienten mit Therapien wegen internistischer Krebsleiden. HIV-Infizierte haben ein bis zu 250-fach erhöhtes Risiko für einen hellen Hautkrebs.

Diagnose

Die Diagnose wird aufgrund der Lokalisation und des klinischen Aussehens gestellt und histopathologisch gesichert. Typisch ist eine zunehmende Verdickung und Verhärtung der aktinischen Keratose oder ein Knoten in normaler Haut. Es kann sich auch eine offene Stelle (nicht heilende Wunde) mit kleiner Umgebungsentzündung bilden oder die Schuppung deutlich zunehmen.

Therapie

Die Therapie der 1. Wahl besteht in der operativen Entfernung. Um die totale chirugische Entfernung (Excision) zu sichern, sollte eine mikroskopische Schnittrandkontrolle erfolgen, d.h. der Tumor wird zunächst entfernt und an vielen Stellen untersucht. Das mikroskopische Ergebnis liegt nach ca. 24 – 48 Stunden vor. Nur falls der Tumor insgesamt entfernt wurde, sollte die Haut genäht werden. Alternativ kommen Strahlentherapien, vor allem bei großen Tumoren in manchen Lokalisation und bei sehr alten Patienten in Betracht. Falls Metastasen auftreten, werden auch diese in erster Linie operiert. Chemotherapien und vor allem aber neue, zielgerichtete Krebstherapien (targeted therapy), die gut wirken und weniger Nebenwirkungen haben als klassische Chemotherapie, werden immer häufiger angewandt. Die Nachsorge besteht in klinischer Inspektion und eventueller regelmäßiger Sonografie.

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