040 - 181215 140 DermatoMed Hamburg • Prof. Dr. Moll • Privatärztliche Praxis für Dermatologie im Facharztzentrum an der Kampnagelfabrik • Jarrestraße 2 • 22303 Hamburg

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Malignes Melanom

Der Maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist der Krebs, der von den pigmentbildenden Zellen der Oberhaut (Melanozyten) ausgeht. Er gehört zu den bösartigsten Krebserkrankungen des Menschen überhaupt, da er extrem frühzeitig metastasiert. Oft ist das Knötchen an der Haut noch sehr klein und nicht bemerkt, hat aber schon gestreut. Es verursacht mehr als 90 % der Todesfälle, die an dermatologischen Erkrankungen versterben. Maligne Melanome betreffen Männer und Frauen gleichermaßen (ca. 12 Fälle/100000/Jahr), oft im Alter von ca. 40 – 60 Jahren. Häufig betroffen sind Menschen mit vielen pigmentierten Naevi (Male als Vorläufer-Läsionen), starker Sonnenexposition in der Jugend, Blonde, Rothaarige und Patienten, die Medikamente zur Immunsuppression einnehmen müssen (z.B. nach Transplantation, zur Therapie von Krebserkrankungen).

Symptome

Das Maligne Melanom äußert sich als Veränderung eines bestehenden Males, welches wächst, seine Farbe verändert, blutet oder juckt. Dabei sind besonders Unregelmäßigkeiten innerhalb eines Males und Wachstum in einer Richtung bedenklich. Aber Maligne Melanome können auch in gesunder Haut rasch auftreten und wachsen. Daher sollten im Erwachsenenalter neu aufgetretene oder veränderte Male immer beachtet werden.

Diagnose

Der Hautarzt stellt per auflichtmikroskopischer Untersuchung die Verdachtsdiagnose anhand der Pigmentverteilung.

Therapie

Erste Therapiemaßnahme ist die operative Entfernung des Males und dessen mikroskopische Untersuchung. Es soll immer – wenn irgend möglich – das gesamte Mal entfernt werden. Probebiopsien sind zu vermeiden. Der mikroskopische Befund bestimmt das weitere Vorgehen. Es kommen weitere Operationen, d. h. die Entfernung der Haut um den Tumor herum oder auch die Entfernung von benachbarten Lymphknoten (Schildwächterlymphknoten) in Betracht. Dieser Lymphknoten ist dem malignen Melanom am dichtesten gelegen. Durch komplexe farb- und radioaktive Markierungen lässt er sich markieren und dann operativ entfernen. Der Lymphknoten wird dann im Labor sorgfältig durchuntersucht, ob er Zellen oder bereits Metastasen des Melanoms enthält. Wenn dies der Fall ist, ist eine Streuung wahrscheinlicher. Weiterhin kommen Untersuchungen zur Klärung, ob bereits weitere Metastasen in Organen vorliegen in Betracht z. B. Computertomographie. Fortgeschrittene Tumoren, evtl. bereits mit Metastasen können heute mit modernen Medikamenten (Antikörper, Inhibitoren, small molecules), die keine Chemotherapie darstellen, behandelt werden. Diese Medikamente sind sehr gut wirksam, oft reduzieren sie die Tumoren oder bringen sie zum völligen Verschwinden. Ihre Nebenwirkungen (Fieber, schwache Sehstörungen, Durchfälle, Hautausschläge, Leberstörungen u. a.) lassen sich meist recht gut behandeln.

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